Projekt

Entstehung einer Eventlocation & Kurslokal in Hettlingen bei Winterthur

 

Silvia Zindel darf sich jetzt offiziell «Burgfräulein» nennen. Den Titel verdankt sie dem Kauf der Burgtrotte am Bachweg in Hettlingen. Die Geschäftsführerin und Inhaberin der gleichnamigen Winterthurer Immobilientreuhand-Firma hatte nicht mit einer solchen «Adelung» gerechnet. «Ich finde den Gedanken aber noch witzig», sagt sie.

Zindel wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Primarschulalter seit fünf Jahren in Hettlingen. Ihr habe das Gebäude, das schon seit Jahren leer steht, sehr gut gefallen. «Und Ideen, was man damit machen könnte, hatte ich.» Mittlerweile ist Zindel im Besitz der notwendigen Baubewilligung. Die Bauarbeiten sollen im Winter starten, und wenn alles nach Plan läuft, sind sie im kommenden Sommer abgeschlossen.

Entstehen wird eine private Mehrzweckanlage, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sein soll, etwa für einen Mittagstisch, Musikunterricht oder Familienanlässe. Die Gebäudehülle muss bestehen bleiben, das ist eine Auflage der Denkmalpflege. Im Erdgeschoss wird es einen Zugangs-, einen Bistrobereich mit einer kleinen Küche sowie eine WC-Anlage geben. Im Obergeschoss sind ein Saal mittlerer Grösse, eine weitere WC-Anlage und eine Garderobe vorgesehen. Und im Dachgeschoss, wo die massiven Holzbalken sichtbar sind, entstehen zwei Räume à rund 20 Quadratmeter. Pro Geschoss werden 50 Leute Platz haben. Mehr sind wegen feuerpolizeilicher Vorschriften  nicht zulässig.

Zindel, die auch Jazztanz- und Gymnastik-Lehrerin ist, will in der Burgtrotte künftig selbst Kurse abhalten. «Sanfte Bewegungskurse» wie beispielsweise Pilates oder Yoga. «Im Winter könnte man auch gut ein Kerzenziehen veranstalten», sagt sie. Oder während der Dorfet die WC-Anlage im Erdgeschoss der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Gerne dürfen sich Interessenten unter Tel. 052 212 31 57 oder info@burgtrotte.ch melden, welche in der Burgtrotte Kurse anbieten möchten.

Der für den Umbau zuständige Winterthurer Architekt Kaspar Zwicky wird das bestehende Gebäude weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand belassen. Das Mauerwerk, die Riegelwände und das Holzwerk sind weitgehend gut erhalten. Das Dach besteht  teilweise noch aus historischen vermörtelten Holzziegeln.

Auffällig ist, dass die drei Riegelwände durch kleine Dreiecksöffnungen durchbrochen sind. Sie dienten dazu, die Räume zu durchlüften, weil beim Traubenpressen Gärgase entstanden. Um noch etwas mehr Tageslicht ins Innere dringen zu lassen, sollen in der Längsfassade einzelne Felder verglast werden.

Wir freuen uns, Sie hier über unser Projekt auf dem Laufenden zu halten und Sie hoffentlich schon bald in der Burgtrotte begrüssen zu dürfen.